Ich sitze hier gerade an meinem Schreibtisch und schaue raus auf die Bäume und denke darüber nach, was Malen eigentlich bedeutet – nicht nur für mich, sondern für uns alle, gerade in dieser Zeit.
In den letzten Jahren ist mir in meinen Workshops etwas aufgefallen, das ich nicht mehr ignorieren kann: Die Menschen kommen nicht mehr nur, um schöne Bilder zu malen. Sie kommen, weil sie einen Ort brauchen, an dem sie einfach mal sein dürfen wie sie sind, an dem niemand bewertet oder reinredet, an dem sie lernen können wie Farbe funktioniert und gleichzeitig etwas ausdrücken können, das sie sonst nirgendwo loswerden.
Technik UND Ausdruck – beides gehört zusammen
Ich bin ja schon über 30 Jahre im Malgeschäft unterwegs und habe in dieser Zeit unzählige Künstler kennengelernt, die entweder wahnsinnig gut in Technik waren aber nichts zu sagen hatten, oder die so viel zu sagen hatten aber nicht wussten wie sie es aufs Papier bringen sollten. Und genau deshalb glaube ich, dass wir beides brauchen – das Handwerk UND den Mut, unsere eigene Stimme zu finden.
Wenn ich in meinen Workshops über Farbtheorie spreche oder zeige wie Komposition funktioniert, dann geht es mir nicht darum dass ihr das nachpinselt was ich euch zeige, sondern dass ihr versteht warum etwas funktioniert und dann damit machen könnt was IHR wollt. Die Regeln sind da um sie zu verstehen, nicht um sklavisch daran festzuhalten.
Kreativität hält uns lebendig
Was mir in letzter Zeit aber noch wichtiger geworden ist: Kreativität gibt uns einen Ort, an dem das was in uns vorgeht raus darf. Dieser ganze Frust, diese Ohnmacht manchmal, diese Wut oder auch diese große Freude – all das kann aufs Papier statt dass es in uns stecken bleibt und zu dieser furchtbaren Taubheit wird, die uns von allem trennt.
Ich glaube nicht, dass Malen die Welt rettet oder große Probleme löst, das wäre übertrieben, aber ich glaube dass es uns bei uns selbst hält und uns lebendig hält von innen. Und wenn wir lebendig bleiben und bei uns bleiben, dann bleiben wir auch verbunden mit anderen Menschen, und das ist vielleicht gerade jetzt eine der wichtigsten Sachen die wir tun können.
Mutig werden beim Malen
In meinen Workshops arbeiten wir konkret – mit Acrylfarben, mit Komposition, mit Farbharmonien und Kontrasten, mit verschiedenen Techniken die euch weiterbringen. Aber immer mit dem Ziel, dass ihr eure eigene Handschrift entwickelt und nicht einfach nur kopiert was ich euch zeige.
Es braucht Mut, das zu malen was in einem steckt. Es braucht Mut, den inneren Kritiker auszuschalten und einfach anzufangen auch wenn man noch nicht weiß wohin es geht. Und genau diesen Mut trainieren wir gemeinsam ganz praktisch mit Pinsel und Farbe und einer Gemeinschaft von Menschen, die alle am gleichen Punkt stehen.
Komm malen
Wenn dich das anspricht – dieses Lernen von Technik UND das Finden deiner eigenen Stimme, dieses Rauslassen von dem was in dir steckt und dabei handwerklich besser werden – dann schau dir meine Workshops für 2026 an. Ich hab ein paar tolle Termine für Malreisen in Deutschland,, der Schweiz und Spanien, und ich würde mich wahnsinnig freuen wenn du dabei bist.
Lass uns zusammen malen. Lass uns lebendig bleiben. Lass uns mutig werden.
Von Herzen, Steffi
